Unsere Philosophie

Sparen mit gutem Gewissen

Immer kürzere Produktzyklen technischer Geräte sind nicht nur ein teurer Spaß, sondern auch eine gewaltige Belastung für die Umwelt. Das betrifft nicht nur Smartphones. Auch bei mobilen Computern kann man an Arbeitsplätzen, begünstigt durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten, von einem Gerätewechsel alle drei Jahre ausgehen. Dabei ist es rein sachlich betrachtet gar nicht nötig, jeden Technik-Trend mitzumachen. Tatsächlich erfüllt ein Laptop oder Notebook sicher doppelt so lange seinen Zweck. Gebrauchte Laptops schonen den Geldbeutel und die Umwelt.

Treibhausgase vor allem durch die Herstellung

In einer Studie aus dem Jahr 2016 hat das Umweltbundesamt am Beispiel der Computer-Ausstattung der Bundesverwaltung die Einflüsse von Arbeitsplatzrechnern auf Klimaschutz-Ziele untersucht. Bezogen auf einen Zehnjahreszeitraum versursacht beispielsweise ein Notebook einen Ausstoß von klimaschädlichem CO2 von fast 1,4 Tonnen. Der Stromverbrauch während des Betriebs macht davon nicht einmal 15 % aus, und auch die Entsorgung fällt kaum ins Gewicht – zumindest, was das CO2 angeht. Hättest du es gewusst? Ausgehend von einer dreijährigen Nutzungsdauer entfallen über 80 % der Emissionen allein auf den Herstellungsprozess. Eine Verlängerung der Betriebszeit könnte diesen Anteil deutlich reduzieren, selbst wenn man nach einigen Jahren Aufrüstungen mit mehr Hauptspeicher und einen Austausch des Akkus gegenrechnet. Und selbstverständlich wirkt sich die längere Verwendung auch zugunsten niedrigerer Lebenszyklus-Kosten aus. Trotzdem nehmen viele Unternehmen – und auch die öffentliche Hand – von solchen Sparmöglichkeiten Abstand. Sie fürchten zusätzlichen Aufwand für Aufrüstung und Reparaturen, rechnen aber nicht dagegen, dass Neubeschaffung und Austausch mindestens ebenso aufwendig sind.

Verantwortungsvoller Umgang mit seltenen Metallen

Sicherlich werden heute viele gebrauchte Laptops und Notebooks dem Recycling zugeführt. Für Kobalt, das wegen Kinderarbeit in den Minen im Kongo einen besonders schlechten Ruf hat, wird dabei sogar eine Recycling-Quote von 77 % erreicht. Das ist aber leider die Ausnahme. Schon bei Gold, Silber und Palladium sinkt der Anteil wiedergewonnener Metalle auf unter 30 %. Gallium, Indium, Tantal, Dysprosium, Gadolinium, Neodym, Praseodym und Yttrium gehen während der Vor- und/oder Nachbehandlung sogar vollständig verloren. Hier stößt Recycling an seine Grenzen. Nicht zu vergessen das Wasser: Rund 750 Liter werden für die Herstellung eines Computers verbraucht. Da hilft keine Parkbank aus Computergehäusen – allein die längere Nutzungsdauer kann die Verschwendung dieser Ressourcen stoppen.

Unser Geschäftsmodell, deine Chance

Wir sind der festen Überzeugung, dass ausgemusterte Geräte ein zweites Leben verdienen. Gebrauchte Laptops und gebrauchte Notebooks sind zum Beispiel aus Leasing-Rückläufern in hervorragendem Zustand verfügbar, und wegen der kurzen Vertragslaufzeiten in diesem Geschäft sind die Computer keineswegs bereits veraltet, wenn sie zu uns gelangen. Für eine Vielzahl von Anwendungen, wie du sie zum Beispiel im Studium benötigst, sind sie hundertprozentig auf der Höhe der Zeit. Ein innovatives Start-up kann die Verwendung von Second-Hand-Hardware vielleicht sogar werbewirksam vermarkten und damit umweltbewusste Kunden begeistern. In vielen Köpfen hat sich das Vorurteil festgesetzt, gebraucht sei gleichbedeutend mit zweitklassig. Gern treten wir den Gegenbeweis an. Unsere Rechner sind nicht „vom Lastwagen gefallen“, sondern sie stammen aus vertrauenswürdigen Quellen, meist aus großen Konzernen. Sie werden aufbereitet, gereinigt und vorhandene Daten werden in einem zertifizierten Prozess sicher gelöscht. Das Betriebssystem wird frisch installiert. So aufbereitete gebrauchte Notebooks werden als „refurbished“ bezeichnet. Das umfasst einen umfassenden Abschlusstest der Funktionsfähigkeit. Defekte Geräte gelangen selbstverständlich nicht in den Verkauf. Sicher, ein paar Gebrauchsspuren wird es geben, zum Beispiel außen am Gehäuse oder am Touchpad. Aber dafür kostet der Computer aus zweiter Hand auch nur einen Bruchteil des Neugeräts. Entweder sparst du bei der Anschaffung, oder du leistest dir für gleiches Geld ein wesentlich besser ausgestattetes Teil.

Apropos Ausstattung

Der Vorteil aufbereiteter hochwertiger Business-Geräte ist, dass viele von ihnen modular aufgebaut sind. Sie verfügen über eine Serviceklappe oder andere Möglichkeiten, standardisierte Komponenten auszutauschen, beispielsweise eine zu kleine Festplatte gegen eine mit mehr Speicherkapazität oder gegen eine moderne SSD zu wechseln. Selbstverständlich kann auch der Akku ersetzt werden. Er ist ein Verschleißteil und sollte erneuert werden, wenn die Restlaufzeit gering und eine intensive mobile Nutzung beabsichtigt ist. Wer Laptop oder Notebook stationär am Schreibtisch nutzt, kann den Akku ohnehin herausnehmen und nur gelegentlich laden, damit die Kapazität erhalten bleibt.

Klimaschutz geht uns alle an

Green IT fängt beim Kauf des Geräts an. Selbst wenn du es dir leisten kannst, alle paar Jahre einen neuen Computer zu haben, solltest du über deinen ökologischen Fußabdruck nachdenken. Würden alle Menschen leben wie in Europa, bräuchten wir ungefähr drei Planeten, um die dafür nötigen Ressourcen zu gewinnen. Da wir aber nur diese eine Erde haben und sich das auch in absehbarer Zeit wohl nicht ändern wird, leben wir unseren Wohlstand auf Kosten von ärmeren Menschen anderswo auf der Welt. Der Rohstoff für unsere Technik wird unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen gewonnen, das Recycling – ebenfalls in Billiglohn-Ländern mit niedrigstem Lebensstandard – ist in höchstem Maße gefährlich für Leben und Gesundheit der Beschäftigten. Gelder aus diesen Geschäften fließen in die Taschen skrupelloser Geschäftemacher oder Politiker und dienen, wie beispielsweise im Kongo, unter anderem der Finanzierung von Bürgerkriegen. Der Zusammenhang mit Flüchtlingsströmen nach Europa ist unübersehbar. Fridays for Future zeigen, dass sich die junge Generation diese Ungerechtigkeit nicht länger gefallen lassen will. Auch sie sind die Leidtragenden, die mit den Folgen des Klimawandels und des sozialen Ungleichgewichts zurechtkommen müssen. Du hast schon beim nächsten Computerkauf die Wahl, deinen Beitrag zu 150.000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr in Deutschland zu leisten, oder mit an einer besseren Welt zu arbeiten.

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